Tettnang

Anbaugebiet Tettnang - Tettnanger Hopfen

Eine Stadt, in der 200 Betriebe für den weltweiten Export produzieren, muss eine Wirtschaftsmetropole sein. Weit gefehlt. Die Rede ist von Tettnang, der kleinen Residenz am Bodensee

Der Exportschlager heißt Tettnanger Hopfen und ist in Japan nicht weniger beliebt als in den Vereinigten Staaten. Namhafte Brauereien schätzen und verwenden Tettnanger Hopfen. Ca. 2/3 der Jahresernte ist für den Export bestimmt, 1/3 geht in den einheimischen Markt. Also doch eine Metropole – Tettnang, die Hopfenmetropole.

Herzlich willkommen also in Tettnang! Der Anbau von Hopfen im Tettnanger Gebiet wird erstmals im Jahr 1150 urkundlich erwähnt. Der planmäßige Anbau erfolgte ab 1844. Als der im 19. Jahrhundert regierende König Wilhelm der I zur damaligen Zeit ein Aufbauprogramm zur Erstellung von Hopfenanlagen und Ausbildung von Hopfengärtnern initiierte konnte er nicht ahnen, dass Tettnang 160 Jahre später das einzige Hopfenanbaugebiet der Welt sein würde, das exklusiv Landsorten mit feinstem Aroma anbauen würde. Weit über die regionalen Grenzen hinaus hat sich Tettnang durch den Hopfenbau einen Namen gemacht. So schätzen Braumeister in aller Welt das „Grüne Gold“ der Montfortstadt zur Verfeinerung ihrer Bierspezialitäten. Feinstes Aroma und eine zarte Bittere geben den Bieren einen unverwechselbaren Charakter. Das Anbaugebiet Tettnang definiert sich ausschließlich als Aromahopfen-Anbaugebiet. Dies bedeutet, es werden nur Landsorten der Sorten Tettnang Tettnanger (ca. 820 ha) und Tettnang Hallertauer (ca. 400 ha) angebaut.

Das Zusammenwirken von geologischer Grundlage (Bodengüte) und klimatischen Gegebenheiten bewirkt ein Optimum bei Aufwuchs und Doldenbildung und damit seine geografisch bedingte Homogenität. Der Tettnanger Hopfen wird ausschließlich auf dem sog. Niederterrassenschotter, der Jungmoräne der Würm-Eiszeit angebaut. Die Temperatur im Jahresmittel liegt zwischen 9 und 10 Grad Celsius. Während der Vegetationsperiode werden zweidrittel der Jahresniederschläge gemessen. Die Sonnenscheindauer beträgt im Jahresmittel um die 1.700 Std. und ist somit mit den Anbaubedingungen des Weinbaus vergleichbar. Der Bodensee als einziger großer Voralpensee der Bundesrepublik Deutschland erweist sich dabei als Temperaturkorrektiv. Er dient im Winter als Wärmespeicher und erzeugt im Sommer eine kühlende Wirkung auf das Mikroklima.

Produziert wird der Tettnanger Hopfen nach den Richtlinien „integriert und kontrolliert“. Die integrierte Produktion kennzeichnet Hopfenerzeugnisse von besonders hochwertiger Qualität. Heute beteiligen sich ca. 80% der Pflanzer an dieser freiwilligen, streng kontrollierten Selbstbeschränkung auf eine möglichst umweltschonende Produktionsmethode.

Um internationalen Anforderungen an Qualität und Vermarktung von Tettnanger Hopfen Rechnung zu tragen, ist eine neutrale Qualitätsfeststellung im Tettnanger Hopfenlabor nach einheitlichen Richtlinien auf Basis eines Bonus-/Malussystems unumgänglich. Um die wertvollen Aromastoffe zu erhalten darf die Trocknungstemperatur 62 Grad nicht übersteigen. Jeder fünfte Ballen wird beprobt. Dabei werden die qualitätsrelevanten Parameter Wassergehalt, Blatt, Stengel, Doldenblätter, Befall und Alpha ermittelt.

Auch kulturell hat Tettnang einiges zu bieten. Im Tettnanger Hopfenmuseum erwarten den Besucher auf 2000 qm Ausstellungsfläche die Faszination der Hopfenkultur in ihrer ganzen Vielfalt. Der Tettnanger Hopfenpfad, beginnend bei der Kronenbrauerei und endend im 4 km entfernten Hopfenmuseum, ist reich an eindrucksvollen Kulturlandschaften und Sehenswürdigkeiten. Mit Charme, Fachwissen und großem Engagement repräsentieren die Tettnanger Hopfenhoheiten den Tettnanger Hopfen national und international.

Hier finden Sie den Internetauftritt von Tettnang

NEWS

Pflanzenschutzfachtagung 2015

Präsentation: Aktuelle Entwicklungen zu Lückenindikationen und zum integrierten Pflanzenschutz - Dr. Wolfgang Zornbach (BMEL)

Präsentation: Modellvorhaben Demonstrationsbetriebe integrierter Pflanzenschutz - Maria Lutz (LfL)

Präsentation: Pflanzenschutzprobleme und mögliche Lösungen im Hopfenbau - Laura Wörner (LfL)


55. Hopfenbaukongress des IHB in Deutschland

Economic Commission - Summary Reports 2015

Kongressprogramm vom 26.-31.Juli 2015



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Special Flavor Hops

Hops from Germany
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