Die Hallertau liegt im tertiären Hügelland

Vor dem Hopfen war hier ein Binnenmeer

Mit der Entstehung des Tertiärs vor ca. 20 Mio. Jahren fließt das Wasser allmählich ab. Schwemmland mit unterschiedlichen Böden bildet sich. In den Wärmephasen zwischen den Eiszeiten vor ca. 1Mio. Jahren finden tief greifende Erosionen statt, die die Landschaft formten. Anschließende Lößanwehungen an den flachen Hängen schaffen ackerbaulich gut nutzbare Böden.
Die Steilhänge (Kies und Mergel) sind bewaldet.

»Mein Wurzelstock braucht beste Bedingungen«

Eine nachhaltige Bodenfruchtbarkeit ist unabdingbar

Das wichtigste Kapital für den Hopfenbauer ist der Boden. Der nachhaltigen pflanzenbaulichen Nutzungsmöglichkeit gilt sein Handeln und Bemühen.

Übrigens:
Je weniger Pflanzen je Quadratmeter (m2) stehen, desto schwieriger ist das.
Während Weizen ca. 600 Ähren je m2 trägt, kommt beim Hopfen 1 Stock auf 5 m2, das ist ein Verhältnis 1: 3000.


Hopfenstock

Auf möglichst ganzjährige Bodenstabilisierung durch Pflanzenbewuchs wird geachtet

Mit natürlicher Begrünung und gezielter Einsaat von Gründüngungspflanzen wird der Boden in seiner Fruchtbarkeit erhalten oder verbessert, durch:

  • Einbringung von organischer Masse (Humusbildung)
  • stabile Bodenstruktur (intensive Durchwurzelung)
  • Verminderung der Erosion
  • erhöhte Mikroorganismentätigkeit (Nahrungsangebot)
  • Stickstoffbindung im Herbst und Winter

 


Grüneinsaat einarbeiten

Gründüngungspflanzen, z.B. Winterraps, werden im Juni eingesät und im April des Folgejahres flach in den Boden (Lebendverbauung) eingearbeitet.

Übrigens:
Untersuchte Hopfenböden zeigen eine hohe biologische Aktivität. Unter 1 Quadratmeter leben z. B. über 100

»Nahrung brauche ich schon«

Die Düngung des Hopfens erfolgt nach Bedarf
Der Hopfen bildet innerhalb kurzer Zeit eine große Pflanzenmasse. Dabei entzieht er dem Boden eine Menge an Nährstoffen, die wieder zugeführt werden müssen.
Nur die geernteten Dolden werden verkauft. Mit den kompostierten Blättern und Stängeln werden etwa die Hälfte der entzogenen Nährstoffe wieder zurückgeführt. Grundlage für die mineralische Ergänzungsdüngung ist die Bodenuntersuchung.

»Halt mir bitte die Schädlinge in Schach«

Ohne Schutz der Pflanze geht es nicht
Blattlaus und Rote Spinne sind die Hauptschädlinge des Hopfens, Peronospora und Mehltau die gefährlichsten Pilzkrankheiten.

Blattlaus, Rote Spinne, Peronospora, Echter Mehltau

Der Befall oberirdischer Pflanzenteile hängt sehr stark vom Zusammenwirken der Witterung, der Lebensweise der Schaderreger und der Widerstandsfähigkeit der einzelnen Hopfensorten ab.

Ob natürliche Feinde (Nützlinge) eine schädliche Vermehrung verhindern können, ist von der Witterung stark beeinflusst. Im Mai und Juni ist oft ein biologisches Gleichgewicht zu beobachten. Steigen die Temperaturen an, vermehren sich z.B. die Blattläuse rasant.


Blattlausbehandlung - blattlausbefallener Hopfen

Der Hopfenbauer muss deshalb rechtzeitig Maßnahmen gegen die Schädlinge ergreifen. Prognosemodelle und amtliche Warndiensthinweise sind hierbei hilfreich.

Natürliche Feinde der Hopfenblattlaus:

  

Marienkäfer,  Florfliege,  Schwebfliege und deren Larven


 

NEWS

Pflanzenschutzfachtagung 2015

Präsentation: Aktuelle Entwicklungen zu Lückenindikationen und zum integrierten Pflanzenschutz - Dr. Wolfgang Zornbach (BMEL)

Präsentation: Modellvorhaben Demonstrationsbetriebe integrierter Pflanzenschutz - Maria Lutz (LfL)

Präsentation: Pflanzenschutzprobleme und mögliche Lösungen im Hopfenbau - Laura Wörner (LfL)


55. Hopfenbaukongress des IHB in Deutschland

Economic Commission - Summary Reports 2015

Kongressprogramm vom 26.-31.Juli 2015



Pocket-Guide German
Special Flavor Hops

Hops from Germany
(pocket-guide)

WATCH OUR NEW MOVIE on YouTube
'Hops from Hallertau'


Die aktuelleste Sortenmappe in PDF Format:

Download (deutsche Version)

Download (englische Version)

Suchen und Finden:
Sitemap
Regionalverbände:
DruckenSendenImpressum